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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Alkohol verkürzt das Leben dramatisch

Freitag 16. Januar 2009 von htm

Über 40 Prozent aller alkoholabhängigen Frauen und Männer erleben ihren 54. Geburtstag nicht, über 70 Prozent werden keine 64 Jahre alt. Diese in Deutschland bundesweit geltende Statistik kann Andreas Vichel, Leiter der Suchtberatung in Laage, bestätigen. Alkohol und Mortalität – da gebe es einen traurigen Zusammenhang. „Unsere Klienten sterben viel zu früh“, erklärt Vichel. Einige Frauen und Männer aus seinen Beratungsrunden habe er schon verloren. Sitze er dort, dann frage er sich manchmal: „Wer wird der Nächste sein?“
300 bis 400 Menschen mit Alkoholabhängigkeit betreuen Vichel und seine Kollegen über das Sozialwerk der evangelisch-freikirchlichen Kirchgemeinde in Teterow, Gnoien und Laage. Die Dunkelziffer liege aber weit höher. „Wir erreichen nur fünf bis zehn Prozent“, so Vichel. (Quelle: Google Alkohol Alert, 16.1.09) Schweriner Volkszeitung, 15.1.09
Kommentar: Wenn sie doch nur 5-10% der Abhängigen erreichen, sollten sie doch auch möglichst viel dazu beitragen, dass weniger abhängig werden: D.h. die strukturelle Prävention massiv unterstützen. Ihre Pflichtenhefte sollten umgeschrieben werden. Leider sind viele der massgeblichen vorgesetzten Stellen politische Gremien, die von struktureller Prävention nichts halten, weil sie mehrheitlich mit der Alkoholindustrie, interessierten Medien oder der Werbebranche verbandelt sind.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 16. Januar 2009 um 10:56 und abgelegt unter Allgemein, Internationales, Rehabilitation, Verhältnis-Präv., Verkehr. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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